Termin: 15. -16.09.2010
Detektion von behelfsmäßigen Sprengvorrichtungen, beschossenen Waffen, versteckten Ladungen, Kampfmitteln mit verschiedenen Explosivstoffen unterschiedlichen Alters in unterschiedlichen Szenarien stellt höchste Anforderungen an die Ausbildung von Sprengstoff anzeigenden Diensthunden. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse machen deutlicht, dass die Trainings- und Konditionierungsprozesse während der Hundeausbildung sich bestmöglich an den realen Einsatzbedingungen zu orientieren haben, will man eine effektive und optimierte Ausbildung der Hunde sicherstellen.
So müssen die Trainingsmittel kynologischen Anforderungen genügen, sowie neuere Erkenntnisse zur Leistungsfähigkeit der Hunde und zur Geruchssignatur der aufzufindenden Objekte berücksichtigen. Zusätzlich gilt es sicherzustellen, dass Hundeführer und Diensthund selbst bei Handhabung hochbrisanter Stoffe wie z.B. dem TATP keiner Gefährdung ausgesetzt sind und eine Kontamination des Übungsgeländes vermieden werden kann. Des Weiteren sollen Aspekte der Qualitätssicherung berücksichtigt und das Training mit den Explosivstoffen in Hinblick auf das Sprengstoffgesetz erleichtert werden. In den letzten Jahren wurde dementsprechend international an der Entwicklung und Erprobung von neuen Trainingshilfsmitteln gearbeitet.
Deshalb werden innerhalb dieses Workshops neue Ergebnisse und Erkenntnisse über Hilfsmittel innerhalb verschiedener Bedrohungsszenarien vorgestellt. Um vergleichbare Geruchsbilder für die Hundeausbildung zur Verfügung stellen zu können, soll das Potential neuer Trainingshilfsmittel und Methoden der Hundeausbildung kritisch hinterfragt und bewertet werden. Hierbei wird den Teilnehmern ausreichend Zeit gegeben, Ihr Wissen und ihre praktischen Erfahrungen in die Diskussion einzubringen.