Projekt MoSEV

Mobile Sensorik für explosivstoffspezifische Verbindungen (MoSEV)

In den letzten Jahrzehnten hat die Analyse von Gas-, Flüssig- und Bodenproben in vielen Bereichen zunehmend an Bedeutung gewonnen. So sind mittlerweile auf diesem Gebiet eine Vielzahl an Sensorsystemen auf den Markt gekommen, die die unterschiedlichsten Funktionsprinzipien und Spezialanwendungsgebiete aufweisen. Mit der steigenden Bedrohung durch Sprengstoffe im Bereich der Terrorabwehr sowie durch Minen in Krisengebieten hat sich ebenfalls die Zahl der Forschungsarbeiten zu dem Thema Sprengstoffdetektion deutlich erhöht. Bei der Suche nach Sprengstoffen bzw. explosivstoffspezifischen Verbindungen (sog. ERC, explosive related compounds) gibt es unterschiedlichste Sensorprinzipien, die spezifische biologische, chemische und/oder physikalische Eigenschaften der Zielmoleküle für einen Nachweis benutzen.

Unter dem Kürzel MoSEV wird an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg ein umfangreiches F&E-Projekt zur Bewertung verschiedener Detektionsmethoden sowie zur Entwicklung geeigneter Methoden bis hin zur Produktreife durchgeführt. Dieses aus Bundesmitteln finanzierte Projekt ist für dreieinhalb Jahre Laufzeit konzipiert und findet in enger Zusammenarbeit mit Institutionen aus Industrie und Forschung statt. Das derzeitige Hauptaugenmerk liegt auf der Bewertung des Sprengstoffnachweises durch spezifische Bindungen an RNA-Aptameren und durch optische Methoden (Untersuchungen zum Fluoreszenzverhalten verschiedener Stoffe und MIR Absorption in Evaneszenzfeldern). Die Bewertung weiterer Verfahren ist in Vorbereitung.

 


Kontakt:

Prof. Dr. P. Kaul
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Tel.: 02241-865 515